Dienstag, 15. Juli 2014

Nachgebacken: Bauernbrot nach Bäcker Süpke

Bauernbrot nach Bäcker Süpke

...und so sieht es von innen aus!
Der Meister mag ja am liebsten helle, milde Brote, so in der Art der Schwarzwälder Kruste. Zwischendurch brauche ich aber auch mal ein kräftiges, roggenlastiges Brot. Schon lange habe ich ein Rezept für ein Bauernbrot nach Bäcker Süpke auf meiner Nachbackliste. Jetzt habe ich es endlich nachgebacken, nach dem modifizierten Rezept von Marla

Da ich nicht mehr genug 1050er Mehl hatte, wurden 100 g durch Weizenvollkornmehl ersetzt, Hefe habe ich ca. 3 g zugegeben, nur zur Sicherheit. Einen Teelöffel voll fein gemahlenem Brotgewürz habe ich noch dazugetan, ich mag den Geschmack bei Roggenbroten gern, es rundet das Aroma ab. Bei der Zubereitung gab es keine größeren Schwierigkeiten, es klappte alles ganz gut. Das Brot ist mir sehr gut gelungen und schmeckte wunderbar, genauso hatte ich es mir vorgestellt. Der Meister war nicht begeistert davon (war ja auch nicht anders zu erwarten), aber die Bäckerin muss auch mal an sich denken und ein Brot ganz nach ihrem Geschmack backen.

Montag, 6. Januar 2014

Schnell gebacken: Zweisteiger (Buttermilchbrot)

Das Brot geht im Ofen nochmal enorm auf

Schöne, lockere Krume

Wenn man Brot backen will, muss man ja am Abend vorher den Sauerteig ansetzen. Nun kommt es gelegentlich vor, dass ich das vergesse. Was macht man also, wenn man am geplanten Backtag ohne fertigen Sauerteig dasteht? Man bäckt einfach ein Buttermilchbrot, z.B. ein Zweisteiger (vorausgesetzt man hat Buttermilch im Haus). In etwa 3 Stunden ist das Brot schon fertig! Obwohl es ein "schnelles" Brot ist, also ohne Vor- und Sauerteig auskommt, hat es doch ein schönes Aroma und einen ausgeprägten Geschmack, die Krume ist mittel- bis feinporig. Das Brot ist einfach zu backen und gelingt sicher, ein echtes Einsteiger-Brot. Aus dem Teig kann man übrigen auch sehr gut schöne Brötchen backen.

Donnerstag, 2. Januar 2014

Was mein Mondkalender empfiehlt...

Eine Freundin von mir kennt sich gut in der Mondastrologie aus und lebt auch weitestgehend danach, sie schwört darauf. Na gut, dachte ich mir, wenn es vielleicht auch Humbug ist, so schadet es zumindest nicht. Also habe ich mir für das neue Jahr zum ersten mal einen Mondkalender gekauft. Ich werde nun versuchen mich in diesem Jahr, so weit als möglich, danach zu richten.

Für den 1. und 2. Januar gibt mir der Kalender für den Bereich Haushalt z.B. folgende Empfehlung: "Erledigen Sie nur das Nötigste, der zunehmende Mond ist nicht gerade förderlich für Reinigungsarbeiten." Solchem Rat folge ich natürlich sofort und ohne Zögern. Im Bereich Schönheitspflege und Wellness wird empfohlen: "Steinbock ist der beste Termin für die Haut- und Nagelpflege. Verwöhnen Sie sich nach dem Bad mit einem Hautöl...." Auch das scheint mir ein sehr guter Rat zu sein!

Nun sitze ich manikürt, frisch geölt und wohlriechend in meinem unaufgeräumten Wohnzimmer und fühle mich sauwohl. Für morgen empfiehlt mein Mondkalender eine Gesichtspackung. Gute Idee, wollte ich schon lange mal wieder machen... Ich muss schon sagen, wer nach dem Mond lebt, lebt gut gepflegt und sehr entspannt!

Samstag, 14. Dezember 2013

Nachgebacken: Böhmerwälder Kastenbrot

Böhmerwälder Kastenbrot

Böhmerwälder - Anschnitt
Eine neue Brotsorte habe ich auch gebacken, ein Böhmerwälder Kastenbrot. Es ist ein Sauerteigbrot mit Roggenschrot. Wie alle Kastenbrote ist es ziemlich einfach zu backen. Es hat eine schöne Kruste und durch den Schrotanteil eine saftige, kernige Krume. Mal was anderes als die ewige Schwarzwälder Kruste, die ich auf Befehl Wunsch des Meisters immer backen muss darf. Ein sehr empfehlenswertes Rezept vom Amboss-Blog, das weit nach oben auf meine Favoritenliste kommt.

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Backstube im Dezember: Weihnachtsgebäck

Nachdem ich im vergangenen Jahr gar keine Plätzchen gebacken habe (null Bock) und im Jahr davor nur ein paar Vanillekipfel, habe ich in diesem Jahr zugeschlagen. Zuerst habe ich die unverzichtbaren Vanillekipfel und Hildabrödle gebacken.

Vanillekipfel und Hildabrötchen

Hildabrötchen
Danach gab es eine Premiere: Weiche Lebkuchenherzen!  Den Grundteig dazu habe ich schon Anfang November gemacht und im Keller kühl gelagert, gleich die doppelte Menge, damit es sich auch lohnt. Die Herzen sind super geworden! Gebacken wurden sie nach einem Rezept von den Backfreaks.
Noch unglasiert, schmecken auch "nakkich" sehr gut

Mit Zartbitter-Kuvertüre überzogen - fertig!
Eine weitere Premiere waren zwei Linzertorten. Eine wollte ich zu Weihnachten verschenken und habe sie extra in einer Herzform gebacken. Leider ist ausgerechnet diese Torte nicht perfekt geworden... da habe ich halt die Schönere verschenkt und die in Herzform haben wir selbst gegessen. Nur das Ausradeln der Streifen war für mich eine Herausforderung, ich hasse sowas. (Deshalb gibt es auch nicht jedes Jahr Weihnachtsgebäck...) Lieber backe ich 10 Brote. Aber die Mühe hat sich wirklich gelohnt, die Linzertorte hat wunderbar geschmeckt. Ich habe auch gutes, selbstgemachtes Johannisbeergelee dafür genommen. Hier mein Rezept für die Linzertorten.

Ungebacken sah es noch gut aus...

... nach dem Backen ist leider die Marmelade unschön am Rand rausgequollen
Weil ich so schön in Schwung war, habe ich auch noch Aachener Printen gebacken, nach einem Rezept aus meinem GU Ratgeber "Weihnachtsgebäck", (das Rezept findet man auch hier) außerdem noch knusprige Mandelblätter. Diese waren besonders easy zu machen - nix mit ausstechen und so. Der Teig wird Übernacht in den Kühlschrank gestellt, am nächsten Tag werden Scheiben davon abgeschnitten, aufs Backblech gelegt und gebacken. Das Rezept habe ich im Kleinen Kuriositätenladen gefunden.
Aachener Printen

Knusprige Mandelblätter

Der Teig für die Mandelblätter wird Übernacht in den Kühlschrank gestellt
Das dumme ist jetzt nur, dass ich das alles im nächsten Jahr wohl auch wieder backen muss. Die Familie ist nun auf den Geschmack gekommen. Vor allem die Linzertorte wurde schon auf dem Wunschzettel notiert...

Montag, 25. November 2013

Der erste Schnee - Winter 2013

Blick aus dem Fenster - heute gegen 16:15 Uhr

Der erste Schnee - und er bleibt sogar liegen
Heute ist hier bei uns der erste Schnee gefallen. Der Schneeschieber wurde aus dem Keller geholt, das Auftausalz steht bereit. Die Wintersaison ist hiermit offiziell eröffnet...Mist, blöder!
PS Im letzten Winter fiel der erste Schnee übrigens am 02.12.2012
PPS Es war übrigens der erste und der letzte Schnee der hier im Winter 2013 gefallen ist!

Dienstag, 12. November 2013

Nachgebacken: Thüringer Weihnachtsstollen

Das ist eine Premiere für mich, ich habe zum ersten Mal Stollen gebacken, zwei Thüringer Weihnachtsstollen nach einem Rezept von Bäcker Süpke. Da die Stollen vor dem Anschneiden noch einige Zeit lagern sollten, habe ich sie rechtzeitig vor Weihnachten gebacken.
Die Früchte wurden auf der Teigplatte veteilt
Den Teig habe ich zuerst zu einer Teigplatte ausgerollt und dann Rosinen, Orangeat, Zitronat und gehackte Mandeln darauf verteilt. Danach habe ich die Teigplatte aufgerollt, die Rolle halbiert und die Früchte von Hand untergeknetet. Jetzt habe ich die Teiglinge rund gewirkt und nach kurzem Entspannen zum Stollen geformt und gebacken.

Stollenteig mit untergekneteten Früchten

Die gebutterten und gezuckerten Stollen, Puderzucker kommt erst morgen drauf

Mit der Backzeit war ich mir etwas unsicher, als ich die Stollen nach der angegebenen Zeit aus dem Ofen geholt habe, erschienen sie mir irgendwie zu weich und hell und ich hatte Angst, dass sie nicht durchgebacken waren. Ich habe sie dann nochmals 10 Minuten nachgebacken, jetzt kamen sie mir wiederum zu hart vor (zu dunkel sind sie nicht geworden). Außerdem habe ich nicht erwartet, dass sie so groß werden, deshalb sind sie etwas zusammen gewachsen, vielleicht hätte ich sie besser einzeln backen sollen. Ich habe ja mit Stollen überhaupt noch keine Erfahrung, beim nächsten Mal weiß ich dann mit allem besser Bescheid (wenn es denn ein nächstes Mal geben sollte...schau'n mer mal).

Ich habe vor, einen Stollen zu Nikolaus zu verschenken, deshalb muss ich einen der Beiden in zwei Wochen schon anschneiden, damit ich feststellen kann, ob sie mir gelungen sind, einen missratenen Stollen kann ich schließlich nicht verschenken. Ein Foto vom Anschnitt stelle ich danach noch hier ein und auch über den Geschmack werde ich danach berichten. Wehe wenn sie nicht gelungen sind, dann waren das die ersten und letzten Stollen, die ich gebacken habe!

Nachtrag 26.11.2013
Ich konnte nicht mehr länger warten und habe heute den Stollen angeschnitten und einen Geschmackstest gemacht. Hier das Foto vom Anschnitt, ich finde der Stollen sieht sehr gut aus:

Mein erster Weihnachtsstollen
Der Geschmackstest ist auch positiv, schmeckt einfach herrlich, nach nur 14 Tagen Reifezeit! Den zweiten Stollen kann ich also wie geplant verschenken, er ist gut gelungen. Ein kleines Missgeschick ist mir leider doch passiert: Ich habe mich beim Abwiegen des Stollengewürzes dummerweise verrechnet. Auf dem Gewürzbeutel steht: "3-6 g pro kg Stollenteig", aber ich habe es gelesen als "... pro kg Mehl", dementsprechend habe ich natürlich viel zu wenig Gewürze an den Teig gegeben, die dreifache Menge wäre richtig gewesen. Nächstes Jahr mache ich aber alles richtig!

Sonntag, 10. November 2013

Die (fast) perfekte Laugenbrezel

Für eine echte Schwäbische Brezel sollten die "Ärmchen" noch ein bissel dünner sein, ansonsten ist die Brezel (für mich) perfekt
Gestern konnte ich mich ausgiebig im Brezelschlingen üben! Unser Schützenverein hatte zu einem sonntägliches Weißwurst-Frühstück eingeladen und Weißwurst ohne Brezn - das geht gar nicht. Also waren meine Backkünste gefragt.

Die Brezeln sollten am Sonntagmorgen bis 11 Uhr fertig zum Abholen sein, aber das wäre mit meinem Standard-Brezelrezept schwierig geworden, ich hätte dann am Sonntag schon um 5 oder 6 Uhr zu Backen anfangen müssen. Also Teig kneten, gehen lassen, Brezeln formen, wieder gehen lassen, belaugen und backen...

Im Brotbackbuch von Lutz Geißler habe ich dann aber ein Rezept mit langer Teigführung gefunden, bei dem der Teig schon am Vortag gemacht wird. (Ein ganz ähnliches Rezept findet man auch in seinem Blog). Wenn der Teig fertig geknetet und gegangen ist, werden anschließend die Brezeln geformt. Diese ruhen dann Übernacht auf Backblechen bei 8 °C im Kühlschrank (bei mir im Keller, bei kühlen 10 °C, meine fünf Bleche hätten nämlich niemals in den Kühlschrank gepasst).

Am Sonntagmorgen musste ich die Brezeln dann nur noch belaugen und backen. Nach dieser Methode hat alles bestens und stressfrei funktioniert, die frisch gebackenen Brezeln konnten pünktlich bei mir abgeholt werden. Sie wurden von Allen sehr gelobt, das erfreut mein Bäckerherz natürlich sehr!

Dienstag, 29. Oktober 2013

Rauchfrei seit 8 Wochen


Inzwischen bin ich schon 8 Wochen rauchfrei. Es gibt nun sogar längere Phasen, in denen ich nicht ans Rauchen denke. Insgesamt muss ich aber sagen, dass ich meine Zigaretten doch sehr vermisse. Irgendwie ist mir mit den Zigaretten auch ein Teil meiner Lebensfreude abhanden gekommen. Ich bin seltsam lustlos und mir fehlt der Antrieb. Ich hoffe sehr, dass sich diese Stimmung im Laufe der Zeit wieder bessert...

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Nachgebacken: Nils Alltagsbrot á la Petra

Bereit für den Backofen

Das Ergebnis: Einfach glänzend!

Schöne Kruste und lockere, aromatische Krume
Wieder konnte ich ein Brot aus meiner endlosen Nachbackliste abhaken und in die Favoritenliste verschieben (die wird auch immer länger...). Heute war es ein Mischbrot aus 60% Weizen- und 40% Roggenmehl, und zwar Nils Alltagsbrot, das ich in der Version von Petra von Chili und Ciabatta nachgebacken habe.

Statt Zuckerrübensirup habe ich 10 g flüssigen Malzextrakt verwendet und ein wenig Brotgewürz. Vor und nach dem Backen habe ich das Brot mit Wasser abgestrichen, damit es eine glänzende Kruste bekommt. Eingeschnitten habe ich es nicht, ich habe es mit dem Schluss nach oben gebacken und erwartet, dass es rustikal aufreißt, aber es wollte nicht (wie üblich, meine Brote reißen nie auf, wenn ich es will). Trotz diesen Äußerlichkeiten ein gutes Alltagsbrot, das ich zum Nachbacken unbedingt weiterempfehlen kann.