In meiner Kindheit lag eigentlich jedes Jahr das selbe (oder sagt man das gleiche?) unter dem Weihnachtsbaum - nämlich meine Puppenküche. Das war nur ein einfacher, nach vorne und oben offener Holzkasten mit zwei kleinen Fenstern an den Seiten - aber das Mobiliar für die Küche hat mein Opa selbst gemacht (er war Möbelschreiner). Ich hatte einen Küchenschrank aus Holz, der genauso aussah wie der Schrank in unserer richtigen Küche, mit Vorhängen hinter den Scheiben. Diese Ähnlichkeit kam nicht von ungefähr, denn auch den "Großen" hatte mein Opa geschreinert. Dazu gab es noch einen Holztisch und, wenn ich mich recht erinnere, auch Stühle oder Hocker. Der Tisch hatte sogar eine richtige Schublade!![]() |
| Besteck für die Puppenküche |
Meine schöne Puppenküche gibt es heute leider nicht mehr. Meine Mutter ist zwei Wochen nach Weihnachten gestorben - ich war gerade 12 Jahre alt. Danach kam die Küche irgendwie abhanden. Ich vermute, dass mein Vater sie einfach weggegeben hat. Ich habe ihn oft danach gefragt, aber er wusste, so sagte er zumindest, nicht wo sie geblieben war. Ich konnte ihm das - wie manches andere auch - bis heute nicht verzeihen.
To be continued...

Hallo little sister....was Du da schreibst geht mir sehr nahe...beschreibt es doch eine Kindheit, die nicht unbedingt prickelnd war.....und die Dich/uns immer begleiten wird und uns sicherlich auch gesprägt hat. Kann man nur hoffen, dass unsere Kinder anders an ihre Kindheit zurückdenken und wir ihnen mehr mitgeben konnten. Dickes Bussi von Deiner bnid Sister
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