Donnerstag, 3. Juni 2010

Schweigemarsch und Mahnwache - für einen Hund!

Vor fünf Wochen wurde auf einer Straße in Zuzenhausen ein Hund in erbärmlichem Zustand gefunden. Das arme Tier konnte nicht mehr gerettet werden und musste eingeschläfert werden. Vom Tierheim bekam es posthum den Namen „Joshi“. In der RNZ von gestern konnte man dazu jetzt folgendes lesen:

» .... Eine von der Sinsheimerin Ramona G. für „Joshi“ ins Leben gerufene Internet-Plattform zählt inzwischen 28000 eingetragene Mitglieder. Virtuelle Gedenksteine wurden errichtet, Gedichte über das Los des geschundenen Hundes geschrieben, symbolische Kerzen angezündet. .... Die Neckargemünderin Claudia T. organisiert einen Schweigemarsch und eine Mahnwache für „Joshi“. Die Kundgebung – die erste Demonstration in der 1200-jährigen Geschichte des beschaulichen 2000-Seelen-Dorfs – findet am kommenden Samstag um 16 Uhr statt, der Abschluss ist am Fundort des Hundes. Man rechnet mit über 1000 Teilnehmern ....«

Mahnwachen, Schweigemarsch, Gedenksteine und Gedichte – für einen Hund. Alles was recht ist, so was nenne ich pervers.

Kommentare:

  1. Die sollten mal in dieses Land hier (Portugal) kommen, die würden aus dem Marschieren gar nicht mehr rauskommen. Alles was recht ist, aber das ist mehr als übertrieben.

    Das nächste Mal ist die Mahnwache für einen Hamster?

    Da kann ich echt nur den Kopf schütteln. Die müssen ja alle sonst keine Sorgen oder Hobbys haben.

    Gruß
    SusiP

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  2. Kinder von ihren Eltern misshandelt, verhungert oder verdurstet. Babyleichen in der Tiefkühltruhe oder in Mülltüten verpackte und weggeworfene Neugeborene - noch nie habe ich von Demonstrationen, Schweigemärschen oder Mahnwachen gegen solche an Kindern verübte Gräueltaten gehört oder gelesen.

    Verkehrte Welt. Da kann man wirklich nur mit dem Kopf schütteln.

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  3. Ich bin auch schon kurz davor einen Schweigemarsch ins Leben zu rufen. Für meine Kuchenplatte, die ich schmerzlich vermisse. :o)

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