Samstag, 26. Dezember 2009

Smogalarm...

Luftverschmutzung und Smog durch Holzbefeuerung

Es ist 9:00 Uhr am zweiten Weihnachtsfeiertag. Ein Blick aus dem Fenster zeigt fast eine Postkarten-Idylle: Einen schönen, sonnigen Wintermorgen auf dem Land. Es ist kalt. Die Nachbarn sind auch bereits wach und befeuern ihre Holzöfen. Die Idylle bekommt jetzt einen Dämpfer, denn nun rauchen in der Nachbarschaft alle Schlote und hüllen die Umgebung in Rauchschwaden: Smogalarm!! Von wegen "gute Landluft". Nun heißt es Türen und Fenster geschlossen halten.

Wenn es Abend wird, verbrennen einige Zeitgenossen im Schutze der Dunkelheit dann nicht nur ihr Holz, sondern auch noch ihre Abfälle. Nun ist an Lüften überhaupt nicht mehr zu denken, sonst riecht die ganze Wohnung nach Müllkippe, von der gesundheitlichen Schädigung will ich gar nicht erst Reden.

Die Emissions- und sonstigen Werte jeder Ölheizung werden jährlich durch den Schornsteinfeger genauestens überprüft, das gilt aber nicht für Holzfeuerungsanlagen. Ohne jeden Filter dürfen sie ungestraft die Luft verpesten. Mit dem Auto darf man nur noch in die Stadt fahren, wenn man eine Plakette hat, wegen der "Feinstaubbelastung". Dass ich nicht lache, die größte Belastung gibt es auf dem Land und dort kommt sie aus dem Schornstein, nicht aus dem Auspuff.

Rund 97 Prozent des Gesamtstaubs aus Kaminen und Öfen besteht aus gesundheitsgefährdendem Feinstaub. Die Gesamtmenge des  Feinstaubs aus Kaminöfen und anderen Holzfeuerungsanlagen in Deutschland übersteigt mittlerweile diejenige aus den Auspuffrohren aller Diesel-Pkw, Lkw und Motorräder. (Quelle: BMU) Hier noch weitere Infos zum Thema:
Kaminöfen und andere Holzfeuerungsanlagen im Haus
Bundestag beschließt über Novelle der Kleinfeuerungsverordnung 
Hintergrund zur gesundheitlichen Wirkung (PDF)

Ich habe die Luftverschmutzung an meinem Wohnort in Bildern dokumentiert, hier der Link zu den Fotos: Smogalarm

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